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Journal15 Minuten Lesezeit

WooCommerce oder Shopify: wer den Shop betreibt, entscheidet

Für neue Shops und für die Ablösung eines in die Jahre gekommenen Systems ist Shopify aus unserer Sicht inzwischen die erste Wahl. Der Grund liegt nicht in der Software, sondern in der Verteilung der Verantwortung: bei WooCommerce haftet der Betreiber für Kern, Erweiterungen, PHP, Datenbank, Server, Zertifikate und Backups, bei Shopify liegt diese Kette beim Anbieter. Dieser Beitrag rechnet die Folgen an Zahlen durch, von der Angriffsfläche bis zu den Gesamtkosten über drei Jahre. Er benennt auch die Fälle, in denen die Empfehlung kippt, und davon gibt es mehrere. Wer heute ein gepflegtes WooCommerce-System betreibt, findet hier keinen Grund, es wegzuwerfen.

Zwei Schaltschränke in einer Werkstatt, einer offen mit sichtbarer Verkabelung, einer geschlossen und verplombt

Warum raten wir bei neuen Shops zu Shopify?

Weil bei Shopify ein Anbieter für Anwendungskern, Laufzeitumgebung, Datenbank, Server, Zertifikate und Skalierung einsteht, während bei WooCommerce genau diese Ebenen beim Betreiber liegen und dort dauerhaft Geld und Aufmerksamkeit binden. Das ist keine Aussage über Codequalität. WooCommerce ist gut gebaute, ausgereifte Software mit einer großen Entwicklergemeinde und einer Dokumentation, die viele kommerzielle Systeme in den Schatten stellt. Die Frage bei einer Neuentscheidung lautet aber nicht, welches System mehr kann, sondern welche Arbeit ein Shop in den nächsten drei Jahren zwangsläufig erzeugt und wer sie schuldet.

Diese Arbeit ist bei WooCommerce nicht optional. WooCommerce ab Version 10.8 setzt PHP 8.3 oder neuer voraus, MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6, WordPress 6.9 und mindestens 256 MB Speicherlimit. Jede dieser Zahlen wandert nach oben, jede Verschiebung erzeugt einen Termin. PHP-Versionen haben ein festes Ende der Sicherheitsunterstützung, für PHP 8.1 lief es zum 31. Dezember 2025 aus. Wer den Sprung verpasst, betreibt danach eine Anwendung auf einer Laufzeitumgebung, die keine Sicherheitskorrekturen mehr erhält. Bei Shopify existiert dieser Termin für den Händler nicht, weil er die Laufzeitumgebung nicht besitzt.

Der zweite Grund ist die Struktur der Erweiterungen. Zahlung, Steuerermittlung, Versandetiketten, Rechtstexte, Mehrsprachigkeit und die Anbindung an die Warenwirtschaft laufen bei WooCommerce über einzelne Plugins verschiedener Anbieter, die unabhängig voneinander gepflegt, verkauft, übernommen oder eingestellt werden. Jedes dieser Plugins altert für sich. Bei Shopify sind Zahlung, Steuerlogik, Checkout und Rechenzentrum Teil des Produkts, und die Apps sitzen auf einer definierten Schnittstelle statt im gleichen Prozessraum wie der Shop.

Die Frage ist nicht, welches System mehr kann, sondern wer haftet, wenn der Shop am Samstagabend steht.

Wer trägt welche Betriebsverantwortung?

Bei WooCommerce trägt der Betreiber jede Ebene vom Anwendungskern bis zum Betriebssystem, bei Shopify nur noch die eigenen Daten, die eigenen Inhalte und die Auswahl der Apps. Diese Verteilung ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Systemen, und sie lässt sich Ebene für Ebene aufschreiben. Wichtig dabei: Verantwortung verschwindet nicht, wenn niemand sie ausdrücklich übernimmt. Sie wird nur unsichtbar, bis der erste Zwischenfall sie sichtbar macht.

Betriebsverantwortung je Ebene, und was passiert, wenn sie liegen bleibt
EbeneVerantwortung bei WooCommerceVerantwortung bei ShopifyFolge bei Vernachlässigung
AnwendungskernBetreiber, über WordPress- und WooCommerce-UpdatesShopifyBekannte Lücken bleiben offen, die Version fällt aus der Unterstützung
ErweiterungenBetreiber, jedes Plugin einzelnBetreiber, aber ohne Zugriff der App auf den ServerEine verwaiste Erweiterung blockiert das nächste Kern-Update
Laufzeitumgebung PHPBetreiber gemeinsam mit dem HosterShopifyNach dem Ende der Sicherheitsunterstützung läuft der Shop ohne Patches
DatenbankBetreiber gemeinsam mit dem HosterShopifyWachsende Tabellen bremsen Katalog, Suche und Bestellverwaltung
Webserver und BetriebssystemBetreiber gemeinsam mit dem HosterShopifyUngepatchte Dienste sind der bequemste Einstieg für Angreifer
TLS-ZertifikateBetreiber, in der Regel automatisiert über den HosterShopifyEin abgelaufenes Zertifikat sperrt den Shop faktisch für alle Kunden
Backup und WiederherstellungBetreiberShopify für die Plattform, Betreiber für eigene ExporteEin Backup ohne geprobte Wiederherstellung ist kein Backup
LastspitzenBetreiber, über Dimensionierung und CachingShopifyDie Kampagne läuft, der Shop nicht
Kartendaten und PCI-UmfangBetreiber, abhängig von der Einbindung des ZahlungsanbietersShopify für den eigenen CheckoutDer Nachweisaufwand landet beim Händler
SicherheitsüberwachungBetreiberShopify für die PlattformEin Einbruch fällt erst durch Kundenbeschwerden auf

Die Zeile zur Wiederherstellung unterschätzen Betreiber am häufigsten. WordPress kennt automatische Hintergrundaktualisierungen und die Dokumentation beschreibt den geordneten Weg über eine Testumgebung, doch beides ersetzt nicht den Versuch, den Shop aus dem Backup wirklich wieder hochzuziehen. Ein Muster, das bei Übernahmen immer wiederkehrt: In den meisten übernommenen WooCommerce-Installationen existierten Backups, aber niemand hatte je eine Wiederherstellung geprobt, und in mehreren Fällen fehlten in den Sicherungen die Uploads oder die Datenbank war nur teilweise erfasst. Eine Zahl dazu gibt es nicht, nur die Wiederholung über viele Projekte hinweg.

Wie groß ist die Angriffsfläche in Zahlen?

Die Angriffsfläche einer WooCommerce-Installation liegt fast vollständig in den Erweiterungen: Patchstack zählte für das WordPress-Ökosystem im Jahr 2024 insgesamt 7.966 neu gemeldete Schwachstellen, also rund 22 pro Tag, davon 96 Prozent in Plugins und 4 Prozent in Themes, während im WordPress-Kern selbst nur sieben gefunden wurden. Dieselbe Auswertung nennt einen zweiten, unangenehmeren Wert: Bei 33 Prozent der Schwachstellen lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kein offizieller Patch vor. Für den Betreiber heißt das, dass Aktualisieren allein nicht genügt, weil er in einem Drittel der Fälle selbst entscheiden muss, ob er die betroffene Erweiterung abschaltet, ersetzt oder das Risiko trägt.

Ein einzelner Fall zeigt die Größenordnung. CVE-2023-28121 betraf das Plugin WooCommerce Payments in Versionen bis 5.6.1, hatte einen CVSS-Wert von 9.8 und erlaubte einem nicht angemeldeten Angreifer, Anfragen im Namen eines privilegierten Nutzers zu senden und damit Administratorrechte zu erlangen. Es handelte sich um eine Zahlungserweiterung eines Erstanbieters, nicht um ein Nebenprodukt aus zweiter Hand. Genau das ist der Punkt: Die Qualität des einzelnen Plugins entscheidet nicht darüber, ob der Betreiber die Überwachung braucht, sondern nur darüber, wie oft sie anschlägt.

Bei Shopify liegt diese Klasse von Risiken beim Anbieter. Apps laufen außerhalb des Shops, sie können keine Dateien auf einem Server ablegen und keine Datenbank direkt beschreiben. Damit verschwindet das Risiko nicht, es ändert nur seine Form: Eine App kann überhöhte Datenzugriffe verlangen, Kundendaten in Drittsysteme kopieren oder von einem Tag auf den anderen eingestellt werden. Die Prüfung, welche App welche Rechte erhält, bleibt Aufgabe des Händlers. Was entfällt, ist die Sorge, dass ein Plugin den gesamten Shop übernimmt. Wer den Umfang seiner Wartungsleistung sortieren will, findet die Bausteine unter Website-Wartung.

Warum ist das Erweiterungsrisiko der teuerste Posten?

Weil bei WooCommerce die geschäftskritischen Funktionen Zahlung, Steuer und Versand über Erweiterungen laufen, die jeweils eigenen Lebenszyklen folgen und deshalb nicht gemeinsam alt werden, sondern einzeln und zu unpassenden Zeitpunkten. Ein Shop mit fünfzehn Plugins hat fünfzehn unabhängige Abhängigkeiten von fremden Roadmaps. Der Aufwand entsteht nicht beim Einbau, sondern in den Jahren danach, wenn zwei davon dieselbe Schnittstelle anders benutzen oder ein Anbieter den Support für eine Version einstellt.

Wo geschäftskritische Funktionen sitzen und was dort altert
FunktionÜblicher Weg bei WooCommerceÜblicher Weg bei ShopifyWas dort altert
KartenzahlungPlugin des ZahlungsanbietersShopify Payments oder integrierter AnbieterAPI-Versionen des Anbieters, Vorgaben zu 3-D-Secure, PHP-Kompatibilität
Steuerermittlung und One-Stop-ShopSteuer-Plugin plus manuell gepflegte SätzeSteuereinstellung je Markt in der PlattformSteuersätze, Lieferschwellen, Meldeformate
Versand und EtikettenCarrier-Plugin je DienstleisterApp oder Anbindung des Fulfillment-DienstleistersSchnittstellen der Versanddienstleister, Etikettenformate
Rechtstexte und WiderrufPlugin eines RechtstextanbietersApp desselben AnbietersGesetzesänderungen, Textbausteine, Pflichtangaben
MehrsprachigkeitWPML oder vergleichbares Plugin, tief im DatenmodellSprachen je Markt in der PlattformVerträglichkeit mit Theme, Blöcken und anderen Plugins
WarenwirtschaftConnector-Plugin oder eigene SchnittstelleApp oder Admin-APIFeldzuordnungen, Versionswechsel auf beiden Seiten
Bestellspeicher und LeistungUmstellung auf High Performance Order StorageKein Thema für den HändlerVerträglichkeit aller Plugins mit dem neuen Speicherformat

Die letzte Zeile ist ein gutes Beispiel für eine Migration, die niemand beauftragt hat. WooCommerce hat den Bestellspeicher von den WordPress-Beitragstabellen auf vier eigene Tabellen umgestellt, seit Version 8.2 im Oktober 2023 ist das der Standard für Neuinstallationen. Der Schritt ist technisch richtig und löst ein echtes Leistungsproblem. Für bestehende Shops bedeutet er trotzdem eine Datenmigration, eine Prüfung aller Erweiterungen auf Verträglichkeit und im Zweifel eine Phase mit doppelter Datenhaltung. Solche Vorgänge sind der Normalfall bei selbst betriebenen Systemen, und sie tauchen in keinem Vergleich der Lizenzkosten auf.

Shopify erzeugt vergleichbare Termine, sie treffen aber die Apps und das Theme, nicht die Daten. Die Ablösung von checkout.liquid und den zusätzlichen Skripten ist der bekannteste Fall: Für die Seiten Danke und Bestellstatus endete die Unterstützung am 28. August 2025, Script-Tags auf diesen Seiten laufen für Shops außerhalb von Plus am 26. August 2026 aus. Wer betroffen war, musste auf Checkout-UI-Erweiterungen wechseln. Der Unterschied zum WooCommerce-Fall liegt im Umfang: Es ging um eine Anpassungsschicht, nicht um den Bestellbestand.

Was kostet der Betrieb über drei Jahre?

Über drei Jahre liegen beide Systeme bei mittlerem Umsatz erstaunlich dicht zusammen, weil sich der Vorteil von Shopify beim Betrieb und der Vorteil von WooCommerce bei den Zahlungsgebühren gegenseitig fast aufheben. Genau deshalb taugt die Kostenrechnung nicht als Hauptargument, und genau deshalb legen wir sie offen. Alle folgenden Zahlen beruhen auf Annahmen, die wir jeweils benennen. Sie sind keine Angebote und kein Marktdurchschnitt, sondern eine nachvollziehbare Modellrechnung, die Sie mit Ihren eigenen Werten ersetzen sollten.

  • Annahme Umsatz: 40.000 EUR je Monat, durchschnittlicher Bestellwert 80 EUR, also 500 Bestellungen je Monat.
  • Annahme Zahlungsanbieter bei WooCommerce: 1,4 Prozent plus 0,25 EUR je Transaktion.
  • Annahme Shopify-Tarif: Grow bei Jahreszahlung, laut Preisseite 66 EUR je Monat, Kartengebühr online 1,8 Prozent plus 0,30 EUR.
  • Annahme Stundensatz für planbare Eingriffe: 110 EUR, marktüblich angesetzt und ausdrücklich kein Preis von uns.
  • Annahme Ausfallkosten: Rohertrag je Ausfallstunde gleich Monatsumsatz geteilt durch 300 Kernzeitstunden, multipliziert mit 40 Prozent Rohertragsquote, im Szenario also 55 EUR je Stunde.
  • Annahme Ausfallzeit: 6 Stunden je Jahr bei selbst betriebenem WooCommerce, 1 Stunde je Jahr bei Shopify.
Gesamtkosten über drei Jahre, Szenario 40.000 EUR Umsatz je Monat, alle Annahmen offen gelegt
KostenpostenWooCommerce, drei JahreShopify Grow, drei JahreZugrunde liegende Annahme
Hosting mit Testumgebung und täglichem Backup2.160 EUR0 EUR60 EUR je Monat für betreutes Hosting mit freier PHP-Wahl (Annahme), bei Shopify im Abo enthalten
Shopsystem-Abo0 EUR2.376 EURGrow bei Jahreszahlung, 66 EUR je Monat laut Preisseite
Wartung: Updates, Testlauf, Überwachung, Wiederherstellungsprobe6.480 EUR2.160 EUR180 gegen 60 EUR je Monat (Annahme)
Erweiterungen und Apps mit Lizenz oder Abo2.400 EUR3.240 EUR800 EUR je Jahr gegen 90 EUR je Monat (Annahme)
Rechtstexte im Abo540 EUR540 EUR15 EUR je Monat, gleicher Anbieter in beiden Welten (Annahme)
TLS-Zertifikate0 EUR0 EURAutomatisierte Zertifikate mit 90 Tagen Laufzeit, im Hosting oder in der Plattform enthalten
Planbare Eingriffe wie PHP-Sprung oder Umstellung des Bestellspeichers1.760 EUR0 EUR16 Stunden zu 110 EUR über drei Jahre (Annahme)
Ungeplante Ausfallzeit990 EUR165 EUR18 gegen 3 Stunden über drei Jahre zu 55 EUR Rohertrag (Annahme)
Summe ohne Zahlungsabwicklung14.330 EUR8.481 EURRechnerische Summe der Zeilen
Zahlungsabwicklung24.660 EUR31.320 EUR685 gegen 870 EUR je Monat bei 500 Bestellungen zu 80 EUR
Summe mit Zahlungsabwicklung38.990 EUR39.801 EURRechnerische Summe der Zeilen

Die Betriebskosten fallen bei Shopify in diesem Szenario um rund 5.800 EUR niedriger aus, die Zahlungsgebühren um rund 6.700 EUR höher. Unter dem Strich bleibt eine Differenz von etwa 800 EUR über drei Jahre, das sind 0,06 Prozent des Umsatzes im gleichen Zeitraum. Wer die Entscheidung an dieser Zahl aufhängt, entscheidet an einem Rundungsfehler. Interessanter ist die Streuung: Die Shopify-Seite besteht fast vollständig aus festen Beträgen, die WooCommerce-Seite enthält drei Posten, die nach oben offen sind, nämlich Wartung, planbare Eingriffe und Ausfallzeit.

Das Bild kippt mit dem Umsatz, und zwar zulasten von Shopify. Je höher das Volumen, desto stärker dominiert die Differenz in der Kartengebühr die feste Ersparnis beim Betrieb. Drei Szenarien mit denselben Annahmen und angepassten Größen zeigen das.

Dreijahreskosten in drei Umsatzszenarien, gerundet, Annahmen wie oben
Szenario (Annahme)WooCommerce, drei JahreShopify, drei JahreWer liegt vorn
8.000 EUR je Monat, 133 Bestellungen zu 60 EUR13.700 EUR12.000 EUR im Tarif BasicShopify, rund 1.700 EUR
40.000 EUR je Monat, 500 Bestellungen zu 80 EUR39.000 EUR39.800 EUR im Tarif Growpraktisch gleich
120.000 EUR je Monat, 1.333 Bestellungen zu 90 EUR96.000 EUR107.600 EUR im Tarif AdvancedWooCommerce, rund 11.600 EUR

Zwei Nebenbedingungen gehören zu dieser Tabelle. Erstens sinkt die Kartengebühr bei Shopify mit dem Tarif, von 2,1 Prozent plus 0,30 EUR bei Basic auf 1,8 Prozent bei Grow und 1,6 Prozent bei Advanced, und bei Plus verhandeln Händler eigene Konditionen, die wir hier nicht ansetzen können. Zweitens berechnet Shopify eine zusätzliche Transaktionsgebühr, wenn ein externer Zahlungsanbieter statt Shopify Payments genutzt wird, gestaffelt mit 2 Prozent bei Basic, 1 Prozent bei Grow, 0,6 Prozent bei Advanced und 0,2 Prozent bei Plus. Wer bei Shopify an einem eigenen Zahlungsanbieter festhalten will, muss diesen Aufschlag in die Rechnung nehmen, und dann verschiebt sich das Ergebnis deutlich.

Die ehrliche Lesart lautet also: Die Kostenrechnung stützt die Empfehlung im kleinen und mittleren Bereich, sie widerspricht ihr im oberen. Getragen wird die Empfehlung von der Verteilung der Verantwortung und von der Streuung der Kosten, nicht von der Summe.

Wie unterscheiden sich Leistung und Verfügbarkeit?

Bei Shopify sind Leistung und Verfügbarkeit Produkteigenschaften, bei WooCommerce Ergebnisse der eigenen Dimensionierung, und dieser Unterschied wird an Lastspitzen sichtbar. Shopify nennt für die eigene Plattform im Mittel 99,99 Prozent Verfügbarkeit auch während der größten Verkaufsereignisse des Jahres und eine Kapazität von mehr als 10.000 Checkouts pro Minute. Das sind Angaben des Anbieters, die wir nicht unabhängig geprüft haben, sie sind aber dokumentiert und die Störungshistorie ist öffentlich einsehbar.

Bei WooCommerce hängt dieselbe Kennzahl an Ihrem Hoster, Ihrem Caching, Ihrer Datenbank und daran, wie viele Erweiterungen bei jedem Seitenaufruf mitarbeiten. Ein gut dimensioniertes, sauber gecachtes WooCommerce liefert ausgezeichnete Werte in den Core Web Vitals, das ist keine Frage. Der Punkt ist, dass diese Werte Arbeitsergebnis sind und mit jedem neuen Plugin, jedem gewachsenen Katalog und jedem Kampagnenpeak neu erarbeitet werden müssen. Was uns dabei immer wieder begegnet: Der häufigste Grund für einen langsamen WooCommerce-Shop ist nicht der Kern, sondern die Summe der Erweiterungen, die im Frontend eigene Skripte und eigene Datenbankabfragen mitbringen.

Praktisch relevant ist der Unterschied vor allem bei geplanten Spitzen. Ein Newsletter an 50.000 Empfänger, ein Fernsehbeitrag oder ein Rabatttag erzeugen Last, die nicht mit dem Tagesgeschäft skaliert. Bei Shopify ist das ein Nichtereignis, bei WooCommerce eine Vorbereitung mit Lasttest, zeitweiliger Aufstockung und Notfallplan. Beides ist machbar, nur kostet das zweite Aufmerksamkeit zu einem Zeitpunkt, an dem das Marketing sie ebenfalls braucht.

Bringt der Shopify-Checkout mehr Abschlüsse?

Shopify beziffert den Vorsprung des eigenen Checkouts mit durchschnittlich 15 Prozent höherer Conversion gegenüber anderen Plattformen, und diese Zahl stammt vom Anbieter, nicht aus einer unabhängigen Erhebung. Wir führen sie an, weil sie die Größenordnung markiert, um die es geht, und wir kennzeichnen sie ausdrücklich als Herstellerangabe. Belastbar ist der strukturelle Teil dahinter: Der Checkout ist bei Shopify ein zentral gepflegtes, an Millionen Bestellungen optimiertes Bauteil mit gespeicherten Adress- und Zahlungsdaten wiederkehrender Käufer. Bei WooCommerce ist der Checkout Teil Ihres Themes und Ihrer Plugin-Kombination, also Ihre Baustelle und Ihr Optimierungspotenzial.

Für die Rechnung heißt das: Wenn eine Ablösung die Abschlussrate um einen Prozentpunkt von 1,8 auf 2,8 Prozent hebt, übertrifft dieser Effekt bei 40.000 EUR Monatsumsatz jede Position der Kostentabelle um ein Mehrfaches. Ob er eintritt, ist eine offene Frage und hängt vom bisherigen Zustand ab. Wer heute einen sauber gebauten, schnellen WooCommerce-Checkout mit gespeicherten Zahlarten betreibt, wird wenig gewinnen. Wer einen dreiseitigen Checkout mit langsamer Adressvalidierung und einem Zahlungs-Plugin von 2019 betreibt, gewinnt viel. Diese Diagnose gehört vor die Systementscheidung, nicht danach.

Die Kehrseite gehört dazu: Der Shopify-Checkout ist außerhalb von Plus nur eingeschränkt anpassbar. Die Preisseite führt die Checkout-Anpassung für Basic, Grow und Advanced ausdrücklich als eingeschränkt und den vollständig anpassbaren Checkout als Plus-Merkmal. Wer eigene Schritte, eigene Pflichtfelder oder eigene Preisberechnungen im Bestellvorgang braucht, arbeitet innerhalb definierter Erweiterungspunkte, nämlich Checkout-UI-Erweiterungen und Shopify Functions. Was dort nicht vorgesehen ist, lässt sich nicht erzwingen.

Wie gut ist der deutsche Rechtsrahmen abgedeckt?

Beide Systeme erfüllen die deutschen Pflichten erst durch Konfiguration und Rechtstexte, der Unterschied liegt darin, dass Shopify die Pflichtbausteine im Checkout zentral vorgibt, während sie bei WooCommerce vom Zusammenwirken von Theme, Plugins und Einstellungen abhängen. Die Pflichten selbst sind identisch: die Schaltflächenbeschriftung und die Pflichtangaben unmittelbar vor der Bestellung nach Paragraf 312j BGB, der Kündigungsbutton für Dauerschuldverhältnisse nach Paragraf 312k BGB, die Preisangabenverordnung mit Grundpreisen und der Angabe des niedrigsten Gesamtpreises der letzten 30 Tage bei Rabatten, dazu das Verpackungsregister, die Umsatzsteuer im One-Stop-Shop bei Lieferungen in andere EU-Staaten und die Datenschutzpflichten der DSGVO.

Praktisch bedeutet das zweierlei. Erstens ist kein System von der Stange rechtssicher, und jeder Anbieter, der das behauptet, verkauft eine Illusion. Zweitens unterscheidet sich der Ort, an dem Fehler entstehen. Bei WooCommerce sitzt die Pflichtangabe im Template, das ein Theme-Update überschreiben kann, oder in einem Plugin, das den Bestellabschluss umbaut. Bei Shopify sitzt sie im Checkout des Anbieters und im Rechtstexte-Abo, das die Texte pflegt. Bei Übernahmen finden wir immer wieder dieselben drei Fehler: fehlende Grundpreise, ein nicht funktionierender Kündigungsbutton bei Abomodellen und Versandkostenangaben, die nach einem Plugin-Update nicht mehr an der richtigen Stelle erscheinen.

Ein Punkt spricht klar für WooCommerce: Wo eine Pflicht eine ungewöhnliche Darstellung erfordert, etwa eine besondere Altersfreigabe, eine branchenspezifische Belehrung oder eine Pfandberechnung im Warenkorb, lässt sich das in WooCommerce direkt im Code lösen. Bei Shopify muss ein Erweiterungspunkt dafür existieren.

Wie gut lassen sich mehrere Sprachen und Länder abbilden?

Mehrere Sprachen und Länder sind bei Shopify Teil der Plattform, bei WooCommerce ein Plugin-Projekt, und das ist einer der deutlichsten Unterschiede im Alltag. Shopify Markets steuert Währung, Sprache, Preise, Produktverfügbarkeit, Versandoptionen und Steuereinstellungen je Zielgruppe innerhalb eines Shops, samt der Domainstruktur, aus der die Sprachauszeichnung für Suchmaschinen folgt. Bei WooCommerce leistet WPML oder eine vergleichbare Erweiterung dasselbe, greift dafür aber tief in das Datenmodell ein und muss mit jedem weiteren Plugin und jedem Theme-Update mitgedacht werden.

Der Unterschied wird bei der dritten Sprache und beim zweiten Land sichtbar, nicht bei der ersten Übersetzung. Übersetzte Produktdaten, übersetzte Kategoriestrukturen, übersetzte E-Mails, länderabhängige Steuersätze und länderabhängige Versandprofile vervielfachen sich, und jede Erweiterung im Shop muss diese Vervielfachung mitmachen. Wer wissen will, wie die Architekturentscheidung zwischen einem Shop mit mehreren Märkten und mehreren getrennten Shops ausfällt, findet die Abwägung in unserem Beitrag zu Shopify Multishop.

Wie stark hängt der Shop an einzelnen Personen?

Ein selbst betriebener WooCommerce-Shop hängt am Wissen einzelner Personen über Server, Plugin-Historie und gewachsene Anpassungen, ein Shopify-Shop im Wesentlichen an dokumentierten Plattformfunktionen. Diese Personenabhängigkeit ist das Risiko, das Betreiber am spätesten bemerken, weil es sich nicht in Kennzahlen zeigt, sondern erst im Moment des Wechsels. Wenn der Entwickler wechselt, der das Theme gebaut und drei Plugins gepatcht hat, verliert der Shop nicht Funktionen, sondern die Fähigkeit, gefahrlos verändert zu werden.

Drei Fragen machen das Risiko messbar. Wie viele Anpassungen liegen außerhalb dokumentierter Erweiterungspunkte, also im Theme, in einem eigenen Zusatz-Plugin oder als Patch an einer fremden Erweiterung? Wie lange braucht ein neuer Dienstleister, um eine funktionierende lokale Kopie des Shops zu bekommen? Und existiert eine Liste, welche Erweiterung welche Geschäftsfunktion trägt, samt Lizenzstand? Wer alle drei Fragen zügig beantwortet, hat ein gut betriebenes System, unabhängig vom Hersteller. Wer bei der ersten ins Stocken kommt, hat einen Klumpen Risiko in der Bilanz. Bei Shopify ist dieses Risiko kleiner, weil ein großer Teil der Anpassungen im Admin und in dokumentierten Erweiterungen sitzt und ein Nachfolger dieselben Werkzeuge vorfindet. Vollständig verschwindet es nicht, denn ein stark angepasstes Theme mit eigenen Metafeldern und mehreren Functions ist ebenfalls Spezialwissen.

Wo ist Shopify nicht die erste Wahl?

Shopify ist die falsche Wahl, sobald eine eigene Preis- oder Konfigurationslogik in den Bestellvorgang eingreifen muss oder die Datenhoheit vertraglich an ein Hosting in Deutschland gebunden ist, und in vier weiteren Konstellationen ist sie zumindest fragwürdig. Diese Fälle sind keine Randerscheinungen, wir sehen sie regelmäßig, und in jedem einzelnen davon empfehlen wir WooCommerce oder den Verbleib auf dem bestehenden System.

Eigene Preis- oder Konfigurationslogik im Bestellvorgang

Wenn der Preis erst im Warenkorb entsteht, verliert Shopify seinen Vorteil. Typische Fälle: Zuschnitt nach Quadratmeter mit Verschnittberechnung, Staffelpreise über Positionsgrenzen hinweg, Aufschläge abhängig von Kundenstandort und Materialcharge, Mengenrabatte mit Ausnahmen je Artikelgruppe, Pfand- und Entsorgungsposten, Berechnung nach Gewicht und Volumen gleichzeitig. Shopify bietet dafür Shopify Functions und Checkout-UI-Erweiterungen, also definierte Erweiterungspunkte mit definierten Grenzen, und der vollständig anpassbare Checkout ist laut Preisseite ein Plus-Merkmal. In WooCommerce ist derselbe Fall eine Filterfunktion in PHP, die genau das rechnet, was der Betrieb verlangt. Wenn die Preislogik das Herz des Geschäfts ist, sollte sie nicht in fremden Erweiterungspunkten wohnen.

Datenhoheit und Hosting in Deutschland als Auflage

Wenn ein Auftraggeber, eine Aufsichtsbehörde oder eine interne Richtlinie Verarbeitung und Speicherung in Deutschland oder in einem selbst bestimmten Rechenzentrum vorschreibt, ist Shopify ausgeschlossen. Shopify ist ein kanadisches Unternehmen, die Verarbeitung folgt dem Auftragsverarbeitungsvertrag des Anbieters und schließt Übermittlungen in Drittländer nach Kapitel V der DSGVO ein. Das ist rechtlich gangbar, aber es ist nicht dasselbe wie ein Server, dessen Standort und Zugriffswege Sie selbst festlegen. Wer als Zulieferer oder Dienstleister in Ausschreibungen Zusagen zum Verarbeitungsort machen muss, oder wer besondere Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet, fährt mit einer selbst gehosteten Lösung besser. Hier entscheidet die Auflage, nicht die Technik.

B2B mit tiefer ERP-Verzahnung und eigenen Freigabeprozessen

B2B-Szenarien mit kundenindividuellen Preislisten aus dem ERP, Budgetgrenzen je Besteller, mehrstufigen Freigaben, Rahmenaufträgen mit Abrufmengen, Kreditlimits in Echtzeit und Rechnungskauf mit eigener Bonitätslogik gehören zu den Fällen, in denen Shopify schnell an Grenzen stößt. Shopify bringt B2B-Funktionen mit Firmenprofilen, Katalogen und Zahlungsbedingungen mit, und für viele Großhandelsfälle genügt das. Sobald die Wahrheit über Preis, Verfügbarkeit und Freigabe aber im ERP liegt und der Shop nur die Oberfläche dazu ist, wird die Abstimmung zum eigentlichen Projekt. Dann ist eine Lösung besser, in der Sie beide Seiten der Schnittstelle kontrollieren. Wie diese Kopplung sauber aufgebaut wird, beschreiben wir unter Shop an Warenwirtschaft anbinden.

Sortimente mit sehr vielen Merkmalen je Artikel

Shopify begrenzt ein Produkt auf drei Optionen, 2.048 Varianten und 250 Medien. Die Variantenzahl reicht fast immer, die Grenze von drei Optionen ist die harte. Ein Bürostuhl mit Bezug, Farbe, Armlehne, Kopfstütze, Rollentyp und Gasfeder hat sechs Optionen, ein Fenster mit Profil, Glas, Beschlag, Farbe innen und Farbe außen fünf. Solche Sortimente lösen Händler bei Shopify mit einer Konfigurator-App, mit zusammengeführten Produktlisten oder mit Zeilenmerkmalen aus dem Theme, und jeder dieser Wege verlagert Logik in eine Zusatzschicht mit eigenen Grenzen. In WooCommerce ist die Attributstruktur offen und ein eigener Konfigurator eine Frage von Aufwand, nicht von Zulässigkeit. Bei technischen Sortimenten mit vielen Merkmalen und Abhängigkeiten zwischen den Merkmalen ist das der Ausschlag.

Inhalte im Vordergrund, Shop als Anhang

Wenn die Website in erster Linie redaktionell arbeitet und der Verkauf ein Nebenzweig ist, spricht wenig für Shopify. Ein Verlag mit täglichen Beiträgen, ein Verein mit Archiv und Veranstaltungskalender, ein Fachportal mit Autorenverwaltung und dreißig Beiträgen im Monat und zwanzig Artikeln im Shop: Solche Projekte brauchen eine starke Redaktionsumgebung, und WordPress ist dafür gebaut. Der Shop läuft dort als Erweiterung derselben Installation, mit denselben Benutzerkonten, derselben Mediathek und denselben Vorlagen. Bei Shopify würde man entweder die Redaktion in ein System pressen, das dafür nicht gemacht ist, oder zwei Systeme parallel betreiben und die Verbindung dazwischen pflegen.

Sehr kleine Sortimente mit gepflegter Bestandslösung

Bei zwanzig Artikeln, wenigen Bestellungen im Monat und einem bestehenden, gepflegten WooCommerce ist ein Abo schlicht der teurere Weg. Wenn die Website ohnehin auf WordPress läuft, der Hoster gepflegt wird und der Shop kaum Veränderung erfährt, addiert eine Umstellung Kosten und Risiko, ohne ein Problem zu lösen. Die Grenze verläuft dort, wo die Wartung real bezahlt wird und funktioniert. Wenn niemand die Updates macht, ist der kleine Shop nicht günstig, sondern nur unbeobachtet.

Welches System passt zu welchem Fall?

Die Entscheidung fällt an sechs Kriterien, und in den meisten Projekten gibt eines davon allein den Ausschlag. Wir arbeiten die Liste in dieser Reihenfolge durch, weil ein Ausschlusskriterium jede weitere Abwägung erspart.

Entscheidungskriterien und ihr Ausschlag
KriteriumWas den Ausschlag gibtErgebnis
DatenhoheitAuflage zu Verarbeitungsort oder eigenem RechenzentrumWooCommerce, Ausschlusskriterium für Shopify
Preis- und KonfigurationslogikPreis entsteht im Warenkorb aus eigenen RegelnWooCommerce, sofern die Regeln außerhalb der Erweiterungspunkte liegen
Merkmale je ArtikelMehr als drei Optionen je Produkt notwendigWooCommerce, oder Shopify mit Konfigurator-App und deren Grenzen
Redaktionelles GewichtMehr Redaktionsarbeit als ShoparbeitWordPress mit WooCommerce
Wer soll den Betrieb schuldenKein eigenes Personal für Updates, PHP, Server, BackupsShopify
ZahlungsvolumenHoher Umsatz bei guten eigenen ZahlungskonditionenWooCommerce gewinnt rechnerisch, siehe Kostenszenarien
Empfehlung je Fallkonstellation
FallkonstellationEmpfehlungGrund
Neuer Shop, Standardsortiment, kein eigenes IT-TeamShopifyBetrieb, Sicherheit und Skalierung liegen beim Anbieter
Ablösung eines veralteten Shops mit unklarer Plugin-HistorieShopifyDer Neubau erbt keine Wartungsschuld
Bestehendes, gepflegtes WooCommerce mit zufriedenem BetriebBleibenEine Umstellung löst hier kein Problem
Verkauf in mehrere Länder mit mehreren SprachenShopifyMärkte, Währungen und Steuern sind Plattformfunktionen
Konfigurierbare technische Produkte mit vielen MerkmalenWooCommerceDrei Optionen je Produkt reichen nicht
B2B mit dem ERP als führendem System und FreigabekettenWooCommerce oder BestandssystemBeide Seiten der Schnittstelle bleiben in eigener Hand
Redaktionelle Website mit kleinem ShopanteilWordPress mit WooCommerceEine Installation, eine Redaktion, eine Mediathek
Auflage zu Datenhaltung in DeutschlandWooCommerceDer Verarbeitungsort ist selbst bestimmbar

Was raten wir Betreibern eines laufenden WooCommerce-Shops?

Nichts zu überstürzen, sondern die Wartungslage nachzurechnen und den Wechsel erst dann zu prüfen, wenn ohnehin ein größerer Umbau ansteht. Ein laufendes System wegzuwerfen kostet Geld und erzeugt Risiko, und diese Rechnung geht selten auf, solange der Shop verkauft, aktuell gehalten wird und die Verantwortlichkeiten klar sind. Wir betreuen beide Systeme weiter, und in mehreren Projekten ist WooCommerce die richtige Antwort auf genau die Anforderungen, die dort gestellt werden.

Drei Anlässe machen die Prüfung dagegen sinnvoll. Erstens ein anstehender Pflichttermin, etwa ein PHP-Sprung, die Umstellung des Bestellspeichers oder ein Theme, das den blockbasierten Checkout nicht mitmacht, weil dann ohnehin Budget fließt. Zweitens ein Wechsel im Betreuungsverhältnis, weil der Übergabemoment die Personenabhängigkeit sichtbar macht. Drittens eine Erweiterung des Geschäfts um Länder oder Sprachen, weil dort der Aufwandsunterschied am größten ist.

Was wir in allen Fällen empfehlen, unabhängig vom System: eine schriftliche Liste, welche Erweiterung welche Geschäftsfunktion trägt, ein Wiederherstellungstest mindestens einmal im Jahr, ein festes Wartungsfenster statt Aktualisierungen bei Gelegenheit und eine benannte Person, die für den Betrieb zuständig ist. Wer diese vier Punkte hat, betreibt jedes System vernünftig. Wer sie nicht hat, verlagert mit einem Wechsel zu Shopify wenigstens den großen Teil der Kette an einen Anbieter, der sie einhält. Für eine Einordnung Ihres konkreten Falls genügt in der Regel ein Gespräch von einer halben Stunde, in dem wir Sortiment, Preislogik, Länder und die bestehende Wartungslage durchgehen.

Quellen

  1. Shopify: Preise und Tarife für Deutschland (Tarifpreise, Kartengebühren, Transaktionsgebühren externer Anbieter, Checkout-Anpassung)
  2. Shopify Plus: Angaben des Anbieters zu Verfügbarkeit und Checkout-Kapazität
  3. Shopify Status: öffentliche Störungs- und Verfügbarkeitshistorie
  4. Shopify: PCI-DSS-Konformität der Plattform
  5. Shopify: Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum)
  6. Shopify Help Center: Markets, Zielgruppen und Übersteuerungen je Markt
  7. Shopify Help Center: Varianten hinzufügen (drei Optionen, 2.048 Varianten, 250 Medien je Produkt)
  8. Shopify Developer Changelog: Variantenlimit von 2.048 für alle Händler
  9. shopify.dev: checkout.liquid, Plus-Bindung und Sunset-Termine 28. August 2025 sowie 26. August 2026
  10. shopify.dev: Checkout-UI-Erweiterungen
  11. shopify.dev: Shopify Functions
  12. Shopify Changelog: Abkündigung von Shopify Scripts
  13. WooCommerce: Serveranforderungen (PHP 8.3, MySQL 8.0, WordPress 6.9, 256 MB)
  14. WooCommerce Developer Docs: High Performance Order Storage, Standard seit Version 8.2
  15. WooCommerce Developer Docs: Entwicklerdokumentation
  16. WooCommerce: Shipping and Tax, Steuer- und Versanddienste als Erweiterung
  17. WooCommerce: Marktplatz der Erweiterungen
  18. WordPress: Hardening WordPress, Absicherung einer Installation
  19. WordPress: automatische Hintergrundaktualisierungen konfigurieren
  20. WordPress Advanced Administration: geordnetes Vorgehen bei Aktualisierungen
  21. Patchstack: State of WordPress Security 2025 (7.966 Schwachstellen 2024, 96 Prozent in Plugins, 33 Prozent ohne Patch zur Veröffentlichung)
  22. Patchstack: Schwachstellendatenbank für das WordPress-Ökosystem
  23. WPScan: Schwachstellendatenbank für WordPress, Plugins und Themes
  24. NVD: CVE-2023-28121, WooCommerce Payments bis 5.6.1, CVSS 9.8, unberechtigter Administratorzugriff
  25. php.net: unterstützte Versionen und Ende der Sicherheitsunterstützung
  26. Let's Encrypt: FAQ zur Zertifikatslaufzeit von 90 Tagen
  27. Paragraf 312j BGB: besondere Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr
  28. Paragraf 312k BGB: Kündigung von Dauerschuldverhältnissen über eine Schaltfläche
  29. Preisangabenverordnung 2022, Grundpreise und niedrigster Gesamtpreis der letzten 30 Tage
  30. DSGVO Artikel 28: Auftragsverarbeiter
  31. DSGVO Artikel 44: allgemeine Grundsätze der Übermittlung in Drittländer
  32. Zentrale Stelle Verpackungsregister: Registrierungspflichten für den Versandhandel
  33. Bundeszentralamt für Steuern: One-Stop-Shop EU für Lieferungen in andere Mitgliedstaaten
  34. WPML: WooCommerce Multilingual, Mehrsprachigkeit als Erweiterung
  35. web.dev: Core Web Vitals als Messgröße für Ladeleistung

Erzählen Sie uns, woran es hängt.